Es war einmal … Schweden im Sommer 2019 – Trekkingtour im Naturreservat Glaskogen

In der Rubrik «Es war einmal …» schreiben wir über Erlebnisse vor unserer Zeit als Blogger. Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen.

Heute berichten wir euch von unserer viertägigen Trekkingtour im Naturreservat Glaskogen in Schweden, welche ein erlebnisreicher Teil unserer Schwedenferien im Sommer 2019 war.

Wissenswertes

Das Naturreservat Glaskogen (www.glaskogen.se) liegt im Westen der schwedischen Provinz Värmland in der Nähe von Arvika. In dem 28’000 Hektar großen Gebiet gibt es viele Seen und Wasserläufe. Mitten im Naturreservat liegt das Besucherzentrum inkl. Campingplatz, in dem ihr euch die wichtigsten Informationen, Katenmaterial, die Besucherkarte und Verpflegung beschaffen könnt. Das Reservat lädt ein zum Kanufahren, Trekken, Angeln und einfach nur die Natur zu erleben. Wir haben uns die Wander- und Kanukarte bereits vor den Ferien per Post nach Hause senden lassen. Mit der Karte haben wir eine hilfreiche Info zu verschiedenen mehrtägigen Wandertouren erhalten.

Fotogalerie

Tourbeschreibung

Per Auto sind wir zum Besucherzentrum – zumindest fast – problemlos angereist. Ein kurzer Schreckmoment war eine Schlange, die sich vor unserem Auto über die Schotterpiste geschlängelt hat. Wir sind nicht so ganz sicher, ob wir sie erwischt haben oder nicht …

Rings um das Besucherzentrum gibt es die Möglichkeit, sein Zelt auf einer Wiese aufzuschlagen, was wir dann auch gemacht haben. Im Besucherzentrum haben wir uns dann noch mit fehlender Verpflegung, Gästekarte und Köder zum Angeln ausgestattet.

Besucherzentrum und Campingplatz

Am nächsten Morgen wurden die Rucksäcke mit der nötigen Ausrüstung gepackt und dann sind wir losmarschiert.

Unsere erste Übernachtungsstelle erreichten wir am Nachmittag. Da der Shelter besetzt war, haben wir unsere neuen Trekkingzelte einweihen können. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Baden im See (inkl. vorbeischwimmender Wasserschlange), Kochen am Lagerfeuer und gemütlichem Beisammensein. Ein grosser Aufreger für die Kinder war eine Schlangenhaut, die wir in der Nähe gefunden haben – selbstverständlich haben wir sie an Ort und Stelle gelassen, wie es sich in einem Naturreservat gehört. Da unsere erste Schlafstelle gut zu erreichen ist, waren wir hier nicht ganz allein, es war aber dennoch sehr ruhig. Die ausgewiesenen Lagerplätze haben übrigens alle eine Feuerstelle und etwas abseits Plumpsklos und ein Feuerholzlager.

Weiter ging es durch die Natur auf gut markierten engen Pfaden. Etwas nervig waren die kleinen Mücken, die sofort über einen herfallen, wenn eine kleine Pause eingelegt wird. Am frühen Nachmittag, nach einer anstrengenden Wanderung, sind wir an unserem zweiten Schlafplatz angekommen. Den Shelter hatten wir für uns ganz allein, direkt an einem einsamen kleinen See gelegen. Schnell war ein Feuer angezündet, was die Mücken vertrieben hat und Lagerstimmung verbreitete. Die Zeit vor Ort haben wir mit Baden, Angeln und Entspannen genossen.

Nach einer sehr ruhigen Nacht – wir passen zu fünft optimal in den Shelter – sind wir ausgeruht erwacht und haben uns erst einmal einen Kaffee auf dem neu entfachten Feuer gekocht. Nach einem gemächlichen Start in den Tag und einem feinen Frühstück sind wir dann zum nächsten und letzten Übernachtungsplatz aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin müssten wir mit Ruderbooten einen See überqueren. Hierbei ist darauf zu achten, dass für nachfolgende Wanderer auf jeder Seite des Sees immer mindestens ein Boot zurückbleibt, insgesamt hat es aber nur zwei … im schlimmsten Fall heisst das, dass drei Strecken gefahren werden müssen. Angenehm – vor allem mit Kindern – war die Bereitstellung von Schwimmwesten, die vor Ort geschützt in einem kleinen Unterstand untergebracht waren.

Am Shelter angekommen, waren wir erst einmal nicht allein. Die dort angetroffene Familie hat aber zum Glück nur einen Tagesausflug mit Kanus hierhin unternommen, so dass wir schon bald den Lagerplatz wieder nur für uns hatten. Wieder haben wir uns die Zeit mit Angeln, Baden, Schnitzen usw. vertrieben.

Und der dritte Lagerplatz

Trinkwasser haben wir übrigens aus den Seen entnommen. Hierfür hatten wir einen Filter und Tabletten zum Entkeimen dabei. Es braucht ein wenig Geduld, aber es hat super funktioniert. Zumindest spüren wir auch nach 2.5 Jahren keine negativen Asuwirkgen*&#… Und die Kinder finden das super cool.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück zum Besucherzentrum. Nach drei Tagen in der Wildnis ohne Strom und Handyempfang waren wir dann froh, wieder ein kühles Eis und leckere Kaltgetränk zu bekommen. Es hat riesig Spass gemacht und ist absolut zu empfehlen, auch und gerade mit Kindern. Der modern gewordene Begriff «Entschleunigung» kann kaum besser so direkt erfahren werden.

Zurück zum Besucherzentrum

Habt ihr Fragen zum Naturreservat Glaskogen oder eigene Erfahrungen? Diese könnt ihr gerne in den Kommentaren erfassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s